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meine Erfahrungen mit dem Content-Management-System Drupal

Viele der nachfolgenden Erfahrungen, gelten im Grunde auch für die viele andere Open-Source-CMS.

 positive Erfahrungen:

  • Open Source und damit ist die Software kostenlos verfügbar, das bedeutet keine hohen Anfangsinvestitionen durch Lizenzkosten und keine Folgekosten durch kostenpflichtige Updates

    Das ist gerade für Visionäre, Erfinder und Existenzgründer, die bekanntlich gerade am Anfang sehr knapp bei Kasse sind, ein unschätzbarer Vorteil – ohne Open-Source-Software wären viele innovative Produkte und Dienste, die auf den modernen Informations- und Kommunikationstechnologien beruhen, gar nicht möglich.

  • sehr sauber programmiert und damit gut erweiterbar und zukunftssicher (für das spricht auch die rege Kommunikation in der Drupal-Community)

  • durch das Node-basierte Konzept können die Inhalte und die Werkzeuge für deren Bearbeitung sehr elegant gehandhabt werden

  • benutzerfreundlich, also mit entsprechendem IT-Grundwissen intuitiv bedienbar

  • es ist sehr einfach fertige Templates in Drupal zu integrieren und auch die individuelle Anpassung der Themes ist mit den beiden Firefox-Tools "view formatted source" und "web-developer" keine große Affäre

  • durch das modulare Aufbauprinzip leichte erweiterbar

  • mit Drupal können Informationen (Weblog-Einträge, Foren-Beiträge, Nachrichten, beliebige Dokumente,…) von allen Internetangeboten aggregiert werden, die RSS unterstützen

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negative Erfahrungen:

  • viele Module sind nicht für die aktuelle Version des Drupal-Kernsystems verfügbar – man muss abwarten bis der betreffende Programmierer das Modul auf den neuesten Stand gebracht hat

  • es ist nicht selten der Fall daß ein Modul für sich alleine funktioniert, dann aber wenn es gemeinsam mit bestimmten anderen Modulen ausgeführt wird, seinen Dienst versagt (ein Modul stört die Funktion eines anderen) 

  • bei Updates gibt es immer wieder Schwierigkeiten, z. B. in der Form, daß sehr einfache Fehlermeldungen angezeigt werden, die man dann durch aufwendiges Probieren korrigieren muss
    Nur so als Beispiel: Die Updates in WordPress funktionieren tadellos, ich habe da seit Jahren keine Probleme, was ich von Drupal nicht behaupten kann.

  • geringere Sicherheit als ein einfacher gut konfigurierter und bewährter Stand-alone-Web-Server, weil solch komplexe System viel fehleranfälliger (Programmierfehler, Konfigurationsfehler,…) sind als eine Website die über einen bewährten Web-Server veröffentlicht wird

  • viele Module arbeiten nur in sehr eingeschränkten Grenzen (die nur mit großem Programmieraufwand oder durch eine Neu-Programmierung erweitert werden können,…)

  • die Fehlermeldungen kommen häufig nicht mit einer klaren Beschreibung daher, wie der Fehler zu beheben ist

  • die Anwendung des CMS, insbesondere die Anwendung der vielfältigen Module ist nicht besonders gut dokumentiert

  • es gab nur eine sehr kleine Auswahl von funktionsfähigen und gleichzeitig grafisch ansprechenden Templates (ich musste sehr lange suchen, bis ich ein geeignetes gefunden hatte)

Fazit:

Von mir bekommen die Drupal-Entwickler und alle die zur Weiterentwicklung des Systems aktiv beitragen ein dickes Lob 🙂

Drupal ist nicht von "Freizeitprogrammierern" entworfen worden, sondern von Menschen mit entsprechendem Fach- und Erfahrungswissen. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, das Node-Konzept. In Drupal werden alle Information und Werkzeuge als Knoten behandelt und bieten so einen sehr einheitlichen Zugang zu allen Werkzeugen und den Informationen, die damit erzeugt und weiterverarbeitet werden. Der Kommentar, der Diskussionsbeitrag, das Webforum, der Weblog-Eintrag, der Weblog oder auch die Taxonomie zur Verschlagwortung der Informationen – alles sind Knoten (Nodes). Dieses Konzept ist gerade für die Weiterentwicklung des Systems von unschätzbarem Vorteil, da es dem System Ordnung und Übersicht gibt.

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Drupal ist benutzerfreundlich, also mit entsprechendem IT-Grundwissen intuitiv bedienbar. Wer beispielsweise bereits mit Typo3 zu tun hatte, weiß wovon ich spreche. Man muß sich mit Drupal nicht erst wochenlang beschäftigen um überhaupt erst einmal brauchbare Resultate zu erreichen. Die ersten Erfolge kann man schon in wenigen Stunden erlangen.

Viele Module sind nicht für die jeweils aktuelle Version des Drupal-Kernsystems verfügbar – man muss abwarten bis der betreffende Programmierer das Modul auf den neuesten Stand gebracht hat und das kann natürlich, weil der das kostenlos macht länger dauern oder auch gar nicht geschehen (weil er beispielsweise keine Zeit hat oder keine Lust mehr hat). 

Nicht wenige Module funktionieren zwar für sich allein, nicht aber wenn sie gemeinsam mit anderen Modulen betrieben werden. Konkret bedeutet das, ein Modul stört ein anderes oder mehrere andere, so das diese nicht mehr korrekt funktionieren und Fehler produzieren. Deshalb sollte man unbedingt die jeweils benötigten Module nacheinander installieren und dann schrittweise prüfen ob das System noch korrekt funktioniert. 

 

Die Lehre daraus ist einfach: Wer eine stabile Drupal-Site haben möchte, sollte so wenige Module wie möglich installieren, da jedes zusätzliche Modul möglicherweise Störungen im Gesamtsystem oder gar Schäden an der Datenbank produzieren kann. Grundsätzlich sollte man bedenkliche Module, erst auf einem Testsystem installieren und schauen ob es die Stabilität des Systems nicht beeinträchtigt.

Seit Drupal 5.x können die meisten Module in Drupal ohne manuelle Eingriffe in die Datenbank installiert und theoretisch sogar wieder deinstalliert werden.

Eine gute Möglichkeit um uns Drupal-Anwender eine erste Einschätzung der Qualität eines Moduls zu ermöglichen, wäre ein entsprechendes Bewertungssystem, bei dem Anwender Noten für ein Modul vergeben können oder noch besser einzelne Erfahrungen beschreiben können. Gut wäre auch ein Zähler der zählt wie häufig das betreffende Modul im Einsatz ist.

Eine der größten Stärken von Drupal ist wohl sein modularer Aufbau. Drupal kommt im Core (so wird das Basissystem bei Drupal bezeichnet) sehr schlank daher. Für jede Zusatzfunktion muß das entsprechende Modul installiert werden. Falls es ein solches nicht gibt, sind die Programmierkünste gefragt.

Allerdings sollte man hier wirklich über ein entsprechendes Fach- und Erfahrungswissen verfügen, denn mit einem falsch programmierten Modul kann man die Stabilität des Systems gefährden oder auch Sicherheitslücken produzieren. Nicht zuletzt kann ein schlecht geschriebener Code, die Leistungsfähigkeit des Systems gewaltig drücken.

Die Sicherung des Drupal-Systems und auch aller anderen CMS ist kein Problem. Die Datenbank kann relativ einfach mit MySQLdumper gesichert werden. Die Installationsordner können einfach via FTP auf dem lokalen Rechner geladen und von dort beispielsweise auf einem USB-Stick gesichert werden. Bei Drupal werden die Core-Module und -Themes getrennt von den Zusatz-Modulen und -Themes gespeichert. Das erleichtert das Updaten des Systems.


noch offene Fragen:

die Grenzen des Systems: 

  • mit welcher maximalen Knotenzahl (viele Millionen Knoten…) bzw. Datenmenge (in Gigabyte bzw. Terabyte) kann Drupal problemlos umgehen 
  • kann ich mein Ordnungssystem (bereits viele hundert Kategorien) problemlos aufbauen, kann es in Zukunft erweitert werden (maximale Anzahl der mögl. Kategorien) 
  • wird Drupal auch bei sehr hohen Benutzerzahlen (viele tausend gleichzeitige Benutzer) noch stabil laufen
  • Gibt es zuverlässige Daten darüber wie viel RAM Drupal beansprucht ? 
  • wie vollständig (ohne Nachbesserungen) können die in sauberem HTML erstellten statischen Inhalte (das Buch, das Lehr-/Lernkonzept, den Lehrgang, die Beschreibung der Lernumgebung) und deren Struktur maschinell in das System importieren werden 
  • wie vollständig (ohne Nachbesserungen) können die in der Datenbank abgespeicherten Inhalte (Kommentare, Weblog-Einträge, …) in ein gängiges Format (XML) exportiert werden, so das es auch möglich ist später die Inhalte in andere Systeme zu importieren